Sängerreise nach Rottenmann am 9. und 10. Juni 2007

Am frühen Morgen des 9. Juni brachen 25 Sänger mit Begleitung gut gelaunt Richtung Admont auf, das erste Ziel unserer Sängerreise. Kurz vor der Ortseinfahrt mussten wir einer Umleitung folgen, die uns zu einer Holzbrücke über die Enns führte, welche über eine Tonnagenbeschränkung von 9 Tonnen hatte. Unser Bus wog rund 19 Tonnen, eine spannende Sache. Mit rund 20 Minuten Verspätung begann unsere Führung im Stift Admont. Die größte Klosterbibliothek der Welt („das achte Weltwunder“) hinterließ auf bei uns großen Eindruck, förderte aber auch unser Hunger – und Durstgefühl und so war es kein Wunder, dass alle Mitreisenden zunächst für die architektonischen Leckerbissen unserer Mittagsrast wenig übrig hatten und sich eher den kulinarischen zuwandten.

Nach dem Essen auf Schloss Röthelstein, der ehemaligen Sommerresidenz der admonter Äbte, wurden die neu renovierten Säle und vor allem die urige Rauchkuchl besichtigt. Über die Kaiserau (1.100 m) ging es dann, teilweise mit Polizeieskorte und Blaulicht, nach Rottenmann, wo uns die Obfrau Mag. Veronika Spindler und ihr Stellvertreter Peter Radaelli empfingen. Nach einer kurzen musikalischen Begrüßung unsererseits, bezogen wir unsere Zimmer und trafen kurz danach den Altobmann Dr. Rudolf Schwarz auf dem Rottenmanner Hauptplatz zur Stadtführung. Bei der Stadtführung war auch mein Kollege Mag. Fritz Ploder anwesend, der Mitinitiator für diese Sängerreise war. Da die Stellprobe und das Einsingen bereits für 18.15 Uhr angesetzt waren, hatten die Sänger keine Pause, sondern mussten unmittelbar nach der Stadtführung zum Umziehen und sofort Richtung Volkshaus, dem Auftrittsort, abmarschieren.

Um 20.00 Uhr begann das gemeinsame Konzert von Männergesangverein und Frauenchor Rottenmann, der Volksmusikgruppen „Mitanaund“ und dem MGV Stammersdorf. Nach der Begrüßung durch die Obfrau sang sich der Rottenmanner Chor mit Volksliedern sofort in unsere Herzen. Während wir Aufstellung nahmen unterhielt die Volksmusikgruppe das Publikum. Unter der bewährten Leitung von „unserem“ Herfried Pock gab der MGV vom „Griaß Enk Gott“ über den „Lindenbaum“ und „Mala Moja“ bis hin zum „Kreislauf des Weins“ ein buntes Programm zum Besten, das vom Publikum mit sehr viel Applaus bedacht wurde.

Gestärkt, nach der Pause ging es an den zweiten Teil des Konzerts, den wir mit „Tornéro“, Teilen aus dem Abba – Medley und „Amen“ eröffneten. Mit „Dunja“ als Zugabe machten wir die Bühne für unsere Gastgeber frei, die uns wiederum mit Volksliedern erfreuten. Zum Finale rissen dann beide Chöre mit „Conquest of Paradise“ und „Neigen sich die Stunden“ das Publikum von den Sitzen. Mit Standing Ovations bedankten sich die Zuhörer bei allen Mitwirkenden. Im Anschluss waren wir vom Männergesangverein und Frauenchor Rottenmann zu einem Buffet, Bier und Wein eingeladen, was von allen dankend angenommen wurde. Nach dieser Stärkung wurden dann viele Lieder, einige auch gemeinsam, gesungen. Die Volksmusikgruppe „Mitanaund“ spielte auf und einige Paare kamen der Aufforderung zum Tanz nach. Kurz nach Mitternacht ging ein wunderschöner Tag zu Ende.

Der Sonntag empfing uns mit Kaiserwetter und nach einer kurzen Verabschiedung durch die Obfrau führte uns die Reise weiter in das Braumuseum von Göss. Nach einer interessanten Führung gab es dann diverse Sorten Gösser Bier zu verkosten. Mit einer Textvariante („Beim Gösser Bräu da gibt es das Beste Bier der Welt“) begannen wir ein kleines Privatkonzert für unsere Führerinnen, dass mit einem umgetexteten Dunja auf Traude und Liesi und dem einen oder anderen Bierchen oder Schnapserl endete.

Wir verteilten uns danach in Leoben auf die diversen Gaststätten und trafen einander pünktlich um 15.00 Uhr zur Rückfahrt nach Stammersdorf. Einige wenige ließen den Tag beim Reinbacher ausklingen.

Ein schöner Ausflug hat uns neue Eindrücke, aber vor allem neue Freunde gebracht. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Jahr 2008 in Stammersdorf.

Martin Kiener